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Neue CD „Hiyoyutho“ – Aramäische Identität erschienen

Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist.

(Achim Schmidtmann)

Die Musik lässt uns tanzen und mitsingen, fördert das Zusammenkommen von Menschen, ja sie kann uns manchmal zum Nachdenken anregen und sogar zum Weinen bringen. Man lässt sich durch die Musik in eine eigene Gefühlswelt versetzen. Wir empfinden diese harmonischen Klänge als positiv, sie stärken und fördern unser Wohlbefinden.

Wenn wir uns die Anfänge der Musikgeschichte im alten Mesopotamien und Ägypten ca. 3000 v.Chr. etwas näher betrachten, so tauchen viele Zupfinstrumente, Blasinstrumente, Trommeln, Rasseln und natürlich auch der Gesang auf.

Nach der Annahme des Christentums bei den Aramäern, beschränkte sich die Musik (Gesang) auf die „Qole“ (Hymnen) in den Kirchen. Zu erwähnen ist hier Mor Afrem (306-373 n.Chr.), genannt auch „Shemsho d'Suryoye“ (Sonne der Aramäer). Dieser gründete in den Kirchen gemischte Frauen- und Männerchöre. Diese Musik ist im „Beth Gazo“ (Schatz der Melodien) als Kirchengesangsbuch für die Nachwelt erhalten geblieben.
In den nachfolgenden Jahrhunderten war die Musik im gesellschaftlichen Leben der Aramäer ein „Tabu“ - ja sogar verboten! Für Hochzeiten wurden meist kurdische Musiker gebucht. Einer der Gründe warum man nicht musizieren durfte, könnte die Sichtweise der Kirche gewesen sein, welche die aramäische Sprache als Heilig ansah. Außerhalb der Kirchenmauer in der Sprache Jesu zu singen, könnte für die Kirche und Religion als Beleidigung betrachtet worden sein.

Der Autor Abboud Zeitoune behandelt ausführlich in seinem Buch (Music Pearls of Bethnahrin) die neue Geschichte der aramäischen Musik in beiden Dialekten, Macerboyo und Madenhoyo (ost- und west-aramäisch). Die musikalischen Erkundungen bei den Ost-Aramäern in der Mitte des 19.Jahrhunderts waren in der Ninive-Ebene (Nordirak) und in Urmia (Iran) fortgeschrittener als im übrigen Teil Bethnahrin`s. Die erste offizielle Schallplatte mit insgesamt zwölf Songs wurde 1929-1930 im ost-aramäischen Dialekt von der Sängerin Murassa Urshan Daniels in Amerika veröffentlicht.

Die Volksmusik bei den West-Aramäern schaffte ihren Durchbruch Ende der 1960er Jahre, als Habip Mousa in Syrien heimlich sein erstes Lied im west-aramäischen Dialekt aufnahm und so auch den Weg für weitere Künstler in der „Kulturmetropole“ Kamishli (Nordsyrien) und in Beirut (Libanon) ebnete.

Mit der Emigration der Aramäer aus dem Tur Abdin nach Deutschland wurden die ersten Musikgruppen gegründet. Mittlerweile haben wir hunderte von Sänger/-innen, die jegliche Art von Musik spielen. Angefangen von traditioneller Musik, bis hin zum Rap - für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei.


Der Bundesverband der Aramäer in Deutschland veröffentlichte 2015 anlässlich des 100-jährigen Gedenktages vom Sayfo 1915 (Völkermord an den Aramäern) das Sayfo-Album" mit 14 Titeln, gesungen von 14 aramäischen Sängern.



Nun stellt der Bundesverband der Aramäer in Deutschland sein neuestes Musikprojekt
mit zehn aramäischen Sänger/-innen vor, dieses Mal unter dem Motto:
Hiyoyutho – ARAMÄISCHE IDENTITÄT“. Die Interpreten auf der CD sind: Layal Nehme, Daniel Josef, Ibrahim Saliba, Josef Özer, Matay Ishok, Milad Abdal, Murad Karam, Kels, Robert Shabo und Fuad Ispir.


 


 

Es gab bis jetzt kaum eine CD mit solch einer Ansammlung von aramäischen Künstlern, die ALLE das Thema Identität und Heimat behandeln. Hier muss noch erwähnt werden, dass die Sänger/-innen ihre Musikstücke „kostenfrei“ zur Verfügung gestellt haben zum Wohle der Aramäischen Gemeinschaft. Für ihren musikalischen und patriotischen Beitrag auf diesem Musik-Album danken wir ALLE ganz herzlich!


Wir möchten Euch bitten, die wertschätzende Arbeit von allen Mitwirkenden durch den Kauf dieser wirklich einzigartigen CD zu unterstützen. Wo man die CD erwerben bzw. bestellen kann, könnt Ihr dem Video entnehmen. Sie ist natürlich auch bei uns im Vereinsheim erhältlich.

Suryoye Kultur- und Sportverein Augsburg e.V.

Der Vorstand

  
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