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Eröffnungsfeier des Alevitischen Kulturvereins und Cem Haus in Augsburg

Am 12.April 2019 wurden die neuen Gemeinderäume des Alevitischen Kulturzentrums und Cem Haus Augsburg e.V. eröffnet. Die Eröffnungsfeier wurde mit dem 30-jährigen Bestehen des Dachverbandes der Alevitischen Gemeinde in Deutschland e.V. (AABF) verbunden.

Unser Verein folgte der Einladung zu den Festlichkeiten in der Zirbelstraße im Stadtteil Oberhausen. An dem Abend nahmen auch viele Lokale Politiker, wie der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl und Michael Thoma, Stadtdekan des Evangelisch-Lutherischen Dekanat Augsburgs teil. In der Eröffnungsrede bekräftigte der stellv. Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde in Augsburg, Sinan Bozkurt, vor über 200 Gästen die Gleichberichtigung von Mann und Frau und sprach sich gegen Rassismus, Sexismus und für ein liberales und faires Miteinander der vielen Ethnien in der Stadt Augsburg.

Danach hielten ein paar wichtige Personen an diesem Abend Reden. Unter den Rednern waren Dr. Kurt Gribl, Michael Thoma und Ercan Kara, Vorstandsmitglied der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. Umrahmt wurde das Ganze von rituellen Tänzen und Gesängen des Alevitentums. Gegen 20.00 Uhr wurde die Feierlichkeit mit einem offenen Buffet beendet.


Bild:Antiochia Cicek (Suryoye Augsburg), OB Dr.Kurt Gribl,Daniyel Akgüc  und Yilmaz E.


Bild: Gabriel Georgs , Antiochia Cicek und Circis Georgs (Suryoye Augsburg)

Der Suryoye Kultur- und Sportverein Augsburg e.V. bedankt sich recht herzlich für die Einladung und wünscht der Alevitischen Gemeinde nur das Beste für die Zukunft.

 

Info zu den Aleviten:

Die Glaubensrichtung der Aleviten geht auf das 13./14. Jahrhundert zurück und entstand in Anatolien. In seiner über Jahrhunderte geheim gehaltenen Lehre vermischen sich islamische und nicht-islamische Elemente. Anders als im klassischen Islam spielen die Bestimmungen des Scharia-Rechts im Alevitentum keine Rolle. In der Türkei leben unterschiedlichen Schätzungen zufolge 10 bis 25 Millionen Aleviten. Weil sie offiziell als Muslime angesehen werden, gibt es an türkischen Universitäten keine Lehrstühle für alevitische Theologie. Bezeichnend für die sozialpolitischen Grundsätze der Aleviten sind vor allem die grundsätzliche Ablehnung von Gewalt und die Gleichstellung von Frau und Mann.

In vielen Bundesländern Deutschlands verantworten Aleviten bekenntnisgebundenen Religionsunterricht mit, was zeigt, dass sie von einer anatolischen Geheimreligion zu einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft in Deutschland wurden. In Deutschland leben Schätzungen zufolge mehr als 700.000 Aleviten.

  
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